Skip to content →

5 Tage, 5 Orte

Eigentlich hatte ich nach meiner Rückreise aus Neuseeland ein paar ruhige Tage Zuhause erwartet, zusammen mit meiner Familie. Ein bisschen ausspannen nach dem Flug, ein wenig herumkramen, zurückmelden bei Freunden. Aber es kommt mal wieder anders. Kaum bin ich da, fahre ich mit meinen Eltern auch schon wieder los. Wir machen uns auf den Weg nach Jever, in die alte Heimat, wo meine Eltern gerade zu tun haben.

Samstag Morgen sitze ich bei Freunden in der Küche und skype mit dem anderen Teil meiner Familie: “Ist es nicht komisch für Dich, jetzt in Jever zu sein? Am Anfang der Woche warst Du noch in Neuseeland!” – Hmm, stimmt, ist einiges passiert seitdem und wenn ich auf die Woche zurück blicke, habe ich in der Tat einige Kilometer und Orte hinter mir gelassen. Um genau zu sein: 5 Tage, 5 Orte! Montag in NZ in den Flieger gestiegen, eine Nacht in Sydney verbracht, dann weiter über Dubai, auch mit einer Übernachtung, und am Mittwoch in Deutschland gelandet. Dann einen Tag in Peine gewesen und Freitag weiter nach Jever gefahren.

Es ist schon ein wenig bizarr, jetzt in Jever zu sein, zumal ich seit gut zehn Jahren nicht mehr hier war. So richtig gewöhnungsbedürftig finde ich es allerdings nicht. Entweder habe ich grade einfach keine Zeit, darüber nachzudenken oder ich habe mich schon so an ständige Ortswechsel gewöhnt, dass es für mich mehr oder weniger normal ist.

Abends beim Abschminken sinniere ich noch einmal über das Gespräch am Morgen und die letzten Tage. Es ist schon bezeichnend, dass ich direkt nach meiner Rückkehr gleich wieder unterwegs bin. Es ist irgendwie symptomatisch für mein Leben und holt mich ein, kaum dass den Fuß wieder auf europäischen Boden gesetzt habe. Ein paar Tage an einem Ort? Nein, kommt nicht in die Tüte! Irgendwie lustig, denke ich mir. Wahrscheinlich soll ich gar nicht anders…

Diese 5 Tage entpuppen sich später als eine Vorschau auf die kommenden Monate: Ich werde wieder pendeln in meinem Europa-Dreieck: Peine – Berlin – Wien. Auch diese Saison wieder Hin- und Herreisen zwischen den drei Städten, in denen ich eine Homebase habe: Ein Ort, an dem der Großteil meiner Sachen liegt, mein Basislager sozusagen. Ein Ort, wo ich Freunde, meine persönliche Infrastruktur, mein soziales und mein Arbeits-Netzwerk habe. Und Wien, ein Ort, an dem ich aus sehr persönlichen Gründen gern bin, meine neueste Homebase und Heimat für ein paar Monate im Jahr.

Es ist dieses Dreieck in dem ich mich hauptsächlich bewege. Ich werde wieder hier und dort sein, wann genau, weiß ich allerdings noch nicht. Mein aktueller Plan für die nächsten Wochen: nach Berlin und dann nach Wien. Vielleicht vor Ostern, vielleicht aber auch erst danach. Mal sehen, hängt von vielen Dingen ab. Ich entscheide das spontan. Planen geht nicht. Ein Kollege hat es einmal ganz treffend formuliert: “Ach Kathrin, dich fragen, wo du in drei Wochen bist, das mach ich doch nicht. So weit voraus zu planen wäre echt zu viel von dir verlangt!” Ganz richtig.

Published in freedom lifestyle

Comments

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *